CSU für Bürgerbeteiligung bei ICE-Planungen
Bamberg 2.0 statt Stuttgart 21
– Bamberg – „Beteiligt euch“, forderte OB-Kandidat Gerhard Seitz die Bürgerinnen und Bürger im bis auf den letzten Platz gefüllten Keesmannsaal auf. Mit einer Veranstaltung zum Thema „Bamberg und der ICE“ hatte die CSU den Nerv im Stadtteil getroffen. „Wir wollen Bamberg 2.0 statt Stuttgart 21“, forderte Referent MdB Thomas Silberhorn an die Adresse der Deutschen Bahn.
Die Bürgerinnen und Bürger hätten jetzt vor der Wiederaufnahme des förmlichen Planfeststellungsverfahrens die Gelegenheit, ihre Vorstellungen einfließen zu lassen. „Dabei wird es notwendig sein, konkret zu werden“, riet der CSU-Bundestagsabgeordnete. „Welche Sichtachsen genau könnten durch eine Lärmschutzwand beeinträchtigt werden?“, nannte er ein Beispiel.
Beim Lärmschutz müsse man beachten, dass die Bahn gesetzlich verpflichtet sei, die gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten, so Silberhorn. Bei der Realisierung habe die DB Projektbau GmbH aber Entgegenkommen signalisiert, wo der erforderliche Lärmschutz durch andere Maßnahmen erreicht werden kann.
In der Versammlung wurde mehrfach die Idee einer Untertunnelung der Bahnstrecke im Stadtgebiet diskutiert. „Dieser Vorschlag darf nicht von vorneherein ablehnt werden“, sagte CSU-Ortsvorsitzender Hans-Jürgen Eichfelder. Die Option müsse ernsthaft geprüft und durchkalkuliert werden. „Erst dann sollten wir entscheiden“, sagte OB-Kandidat Gerhard Seitz. Silberhorn regte hierzu an, Kontakt mit dem Erlanger Stadtrat aufzunehmen. Auch dort habe man eine mögliche Untertunnelung diskutiert. „Ich werde mich bei der Deutschen Bahn gerne für die die Anliegen der Bamberger Bürgerschaft einsetzen“, sagte der Bundestagsabgeordnete seine Unterstützung im Projektverlauf zu.


