Chancen für Bamberg im Osten der Stadt?!

Zu Beginn der heutigen Sitzung des Konversionssenats gab Christian Hinterstein, Konversionsreferent der Stadt Bamberg, den turnusmäßigen Sachstandsbericht. Dementsprechend laufen derzeit die Investorenauswahlgespräche planmäßig. Eine Entscheidung des Stadtrats ist für eine gemeinsame Sitzung des Konversions-und Finanzsenates am 23. Oktober vorgesehen. Am 23.07.2018 findet ein Workshop mit Kulturschaffenden, Stadtratsmitgliedern und Stadtverwaltung statt, um die konzeptionelle Ausgestaltung eines sogenannten soziokulturellen Quartiers auf dem Lagarde-Campus zu beraten.

Gerade im Hinblick auf das derzeit im Bau befindliche Digitale Gründerzentrum bezeichnete CSU-Sprecher Peter Neller einmal mehr das Quartier Lagarde als einen Campus der Chancen für Bamberg. Denn dort sollen ca. 40 Start-up-Unternehmen angesiedelt werden und neue Arbeitsplätze für 80 Mitarbeiter entstehen. Neller lobte insoweit das finanzielle Engagement des Freistaats, der die Baukosten von knapp 12 Millionen mit maximal 6, 7 Millionen Euro bezuschusst.

Die CSU verteidigte in der Sitzung das im Verfahren befindliche neue Gewerbegebiet, den sogenannten MUNA-Gewerbepark. „Ökonomie und Ökologie schließen sich nicht aus. Beides gehört zur Zukunftsfähigkeit einer Stadt“, so formulierte Sprecher Peter Neller die CSU-Position. Im baurechtlichen Verfahren seien die maßgeblichen Aspekte zu bewerten und gegeneinander abzuwägen. Neller lobte das hohe bürgerschaftliche Engagement im Verfahren, jedenfalls das von hoher Sachlichkeit geprägte und dem Allgemeinwohl verpflichtete.
Den Neubau der Polizei sieht die CSU als absolut notwendig an und auch, dass dieser auf Stadtgebiet realisiert werde. Es handle sich schließlich um eine oberzentrale Funktion, die in die Stadt gehöre. Neller begrüßte, dass Staatssekretär Eck nochmals den Weg für eine Standortdiskussion frei gemacht habe. Denn aufgrund der mangelnden Akzeptanz in der Bevölkerung sei der Standort am Naherholungsgebiet im Bereich Armee-/Moosstraße nochmals zu überdenken und ein Alternativstandort wünschenswert.

Foto: Ronald Rinklef/Archiv