CSU bedauert Absage der Sandkerwa und sieht Chance zum Neuanfang

Die CSU und ihre Stadtratsfraktion bedauern die Absage der Sandkerwa 2017. Die Entscheidung des Bürgervereins, die Kirchweih abzusagen, müsse respektiert werden, erläuterte der Stellvertretende Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Peter Neller, in der Vollsitzung des Stadtrates. Er wolle aber dennoch im Namen der CSU dem Bürgerverein und all seinen Ehrenamtlichen Helfern danken für all den Einsatz in den letzten Jahrzehnten.

„Save our Sandkerwa“, so umschrieb stellvertretender Fraktionsvorsitzender Peter Neller die Devise der CSU-Fraktion in der Diskussion um den künftigen Weiterbetrieb der Bamberger Sandkerwa. Nach einem prekären Trara in der letzten Woche sei seit spätestens Montag Abend klar: Alle 12 Mitglieder der Fraktion stehen zur Sandkerwa, zu ihren Veranstaltern und bei ihren Besuchern. Bei 11 Fraktionsmitgliedern sei dies nie zweifelhaft gewesen.

Neller dankte den Verantwortlichen des Bürgervereins  und der Sandkerwa GmbH, sowie allen Ehrenamtlichen, die in unserer Heimatstadt die vielen schönen Feste veranstalten, die das Flair unserer Stadt ausmachen. Feiern gehöre zur Lebensart und die Sandkerwa untrennbar  zu Bamberg. Der CSU-Fraktion sei bewusst, dass die Veranstalter größerer Festivitäten in Zeiten schwieriger Sicherheitslagen immer mehr an Auflagen, Anforderungen und Kosten zu schultern haben. Dabei dürfe man sie jedoch nicht allein lassen. Die Stadt, vertreten durch Politik und Verwaltung, müsse hier die erforderliche Unterstützung geben.

Die CSU-Fraktion sei zu jeder vertretbaren Hilfestellung,  Entgegenkommen und zu konstruktiver  Zusammenarbeit bereit, damit das Traditionsfest 2018 wieder wie gewohnt die Menschen zum gemeinsamen Feiern einlädt. Einstimmig befürwortete die CSU-Stadtratsfraktion daher im Grundsatz das Verhandlungsangebot der Stadt, das Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) und Bürgermeister Dr. Christian Lange (CSU) dem Bürgerverein am Montag unterbreitet hatten und das heute im Stadtrat vorgestellt wurde.

 Es sieht unter anderem eine Beteiligung der Stadt als Gesellschafter an der Sandkerwa GmbH vor, die Übernahme der Kosten für das extern vergebene Sicherheitskonzept oder eine Entlastung aller Bürgervereine durch die Übernahme der Kosten für die erforderliche Beschilderung.  Nun sollen die Gespräche zwischen dem Bürgerverein und der Stadtverwaltung fortgesetzt werden, um dem Stadtrat ein Zukunftskonzept für künftige Sandkerwas vorzuschlagen.
Dem Beschlussvorschlag der Verwaltung stimmten alle Fraktionen mit Ausnahme der GAL-Fraktion zu.