CSU Ost wünscht sich Wohnungsinitiative für Bamberg-Ost

Der CSU-Ortsverband Bamberg-Ost will sich besonders für finanzierbaren Wohnraum im bevölkerungsreichsten Stadtteil Bambergs stark machen. Dies beschloss der Vorstand des CSU-Ortsverbandes bei seiner Jahresplanung in seiner jüngsten Sitzung. „Die Frage nach finanzierbarem Wohnraum hat in der Wertigkeit der Bewohner des Bamberger Ostens bereits die Zukunft der Flüchtlingseinrichtung als wichtigste Zukunftsaufgabe überrundet“, sagte dazu die Ortsvorsitzende Gaby Seidl zur Begründung.

Die Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes im bevölkerungsreichsten Stadtteil unterstützt deshalb entsprechende Überlegungen der Stadtverwaltung, neuen Wohnraum im Bamberg „jenseits der Bahnlinie“ zu schaffen. Dazu zählt neben der Lagarde-Kaserne insbesondere ein neues Wohnbebauungsgebiet an den Spiegelfeldern in südlicher Richtung entlang der Zollnerstraße, durch das rund 300 neue Wohneinheiten entstehen sollen. „Gerade dieses Wohngebiet mit seiner Nähe zum Bahnhof könnte eine wichtige Brückenstellung zum Konversionsgelände einnehmen“, sagte Seidl. Darüber hinaus begrüßt die CSU Ost aber auch die Wohneinheiten, die entweder im Rahmen bereits rechtskräftiger Bebauungspläne wie an der Starkenfeldstraße (30 Wohneinheiten) oder in der Kloster-Langheim-Straße (84 Wohneinheiten) oder in Bebauungsplänen im Verfahren beispielsweise an der Kantstraße (18 Wohneinheiten) oder am Mannlehenweg (12 Wohneinheiten) entstehen werden. Wünschenswert ist aus Sicht der CSU-Ost aber auch ein rascher Erwerb der so genannten Offizierssiedlung (50 Wohneinheiten) von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, den die Stadt aktiv betreibt. „Wenn sich diese Wohnprojekte alle umsetzen lassen, bedeutet dies – ohne die Lagarde-Kaserne – einen Zuwachs von rund 475 Wohneinheiten für den Bamberger Osten. Deshalb wirbt die CSU Ost für diese Bauvorhaben“, erklärte Seidl.

Neben der Schaffung von neuen Wohneinheiten wünscht sich die CSU Ost aber auch ein sozialeres Vorgehen in Bezug auf bestehenden Wohnraum. Häufig sei zu beobachten, dass sich gerade ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger Mieterhöhungen nach Wohnungssanierungen nicht mehr leisten könnten. Dadurch wachse die Gefahr, dass Seniorinnen und Senioren Wohnungen aufgeben müssten, in denen sie jahrzehntelang gelebt hätten. „Wir wünschen uns von der Bundespolitik hier eine endlich funktionierende Mietbremse und ein sensibleres Vorgehen der Wohnungsbauträger“, unterstützte das Vorstandsmitglied Jochen Kellner die Forderungen der CSU Ost.

Um ihre Überlegungen aktiv umsetzen zu können, will der CSU-Ortsverband den Sprecher der CSU-Stadtratsfraktion, Dr. Franz-Wilhelm Heller, sowie den Vorsitzenden der CSU-Stadtratsfraktion, Dr. Helmut Müller, zur nächsten Sitzung einladen. „Wir hoffen, dass die CSU-Fraktion diese wichtige Wohnungsinitiative für den Bamberger Osten im Stadtrat aktiv voranbringt“, zeigte sich Seidl optimistisch für die Zukunft.