CSU unterstützt Kita-Offensive für Kinder und Familien

„Die Bamberger CSU arbeitet konstruktiv zum Wohl unserer schönen Stadt“, betonte der CSU-Kreisvorsitzende und Bürgermeister Dr. Christian Lange. „Familien, Bildung und Wirtschaft“, seien klare CSU-Kernthemen.

Der Jugendhilfeausschuss tagte am 11. Mai 2017. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Kindertagespflege, das Gesamtkonzept Offene Jugendarbeit, die Ausweitung des Unterhaltsvorschussgesetzes, katholisches Bildungszentrum Am Oberen Stephansberg e.V. bezüglich der Errichtung einer Kinderhortgruppe, Sachstand und Ausblick für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und ein Sachstandsbericht für das erlebnispädagogische Kompetenzzentrum Wolfsschlucht.

Beim Thema Kindertagespflege nahm die CSU-Fraktion vom Sitzungsvortrag des Stadtjugendamtes Kenntnis. Michael Kalb, der CSU-Fraktionssprecher dankte dem Stadtjugendamt. Diese Fachstelle Kindertagespflege hat versucht auf mehreren Wegen interessierte Frauen und Männer für die Tätigkeit als Tagespflegeperson zu gewinnen.

Michael Kalb hat bereits 2015 angeregt, dass die Stadtverwaltung Gespräche mit freien Trägern durchführen sollte, um gemeinsam Vorschläge und Ideen für den raschen Ausbau zu sammeln. Im Frühjahr 2016 fanden Gespräche mit dem kath. Bildungszentrum am Oberen Stephansberg sowie dem Elternbeirat und der Schulleitung der Förderschule statt. Hierbei wurde deutlich gemacht, dass es einen Bedarf an Betreuung der Schulkinder gibt, welche früher in der Pestalozzischule beschult wurden. Im Schuljahr 2016/17 wurde vom Kath. Bildungszentrum eine Offene Ganztagsschule beantragt und derzeit auch geführt. Dennoch reicht diese Form der Betreuung nicht aus, sowohl von den täglichen Betreuungszeiten, als auch von der Ferienbetreuung. Aber auch für die in der Nähe befindliche Grundschule besteht ein zusätzlicher Betreuungsbedarf, da die Möglichkeiten, die Mittagsbetreuung an der Kaulbergschule auszuweiten, am Raumbedarf scheitern. Laut Einwohnerdatei gibt es in dem Statistischem Bezirk VIII (Bamberg-Berggebiet) insgesamt 235 Kinder der Klassen 1 bis 6, wobei zu berücksichtigen gilt, dass die Förderschule Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet besuchen.

Am 24.03.2017  beantragte das kath. Bildungszentrum Am Oberen Stephansberg e.V. die Errichtung einer Kinderhortgruppe und Bezuschussung dieser Maßnahme durch die Stadt Bamberg. Die Kinderhortgruppe entsteht im gleichen Gebäude wie die Kinderkrippengruppen. Die Außenspielfläche für die Hortkinder ist keine eigens dafür vorgesehene eingezäunte Fläche, da die vorhandenen Spielflächen auch sonst von den Schulkindern genutzt werden. Es wird jedoch ein neues Spielgerät speziell für diese Altersgruppe angeschafft und aufgebaut. Nach Ortsterminen mit den Verantwortlichen des Bildungszentrums und dem Architekten wurde die Planung mit den jeweiligen Kostenschätzungen erarbeitet. Insgesamt liegt die Kostenschätzung für diese Maßnahme bei 99.500,00 €. Das Kath. Bildungszentrum hat aber signalisiert, dass diese Lösung zur schnellen Deckung des bestehenden Bedarfes geschaffen wird, langfristig aber eine größere, umfassendere Lösung angestrebt wird. Die Hortgruppe soll ab September 2017 in Betrieb gehen, wobei dies zunächst in Ausweichräumen erfolgen wird, da die eigentlichen Räume für den notwendigen Umbau erst Ende September frei werden.

You Xie, der stellv. CSU-Fraktionssprecher betonte, dass Kinderhort sowie Kita gleich wichtig ist

Das Projekt Hortgruppe des kath. Bildungszentrums am Oberen Stephansberg liegt der CSU Bamberg sehr am Herzen, deshalb bemüht sich die CSU von Anfang an, dies zu unterstützen. Jetzt endlich ein wichtiger Schritt vorwärts,  dafür bedankt sich die CSU-Fraktion beim kath. Bildungszentrum Am Oberen Stephansberg e.V.

Die CSU-Fraktion findet es wichtig, dass dem Kath. Bildungszentrum Am Oberen Stephansberg e.V. die Trägerschaft für diesen Kinderhort übertragen wird und dem Bildungszentrum für den Kinderhort 25 Plätze als bedarfsnotwendig anerkannt werden können. Diese Plätze gelten für Kinder, die gem. der Definition im BayKiBiG ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Bamberg haben.

Die CSU-Fraktion ist dafür, dass dem kath. Bildungszentrum Am Oberen Stephansberg e.V.  zu den erforderlichen Kosten für die Errichtung einer Kinderhortgruppe ein freiwilliger Zuschuss in Höhe von 50 % der zuwendungsfähigen Kosten, maximal bis zu einem Betrag von 49.250,00 € gewährt wird.

Der Stadtrat hat mit dem Beschluss über den Haushalt 2017 der Stadt Bamberg ein Kita-Paket in erheblichem Umfang aufgelegt. Mit diesen Finanzmitteln sollen nun nach der Devise Quantität vor Qualität möglichst viele Betreuungsplätze für Kinder geschaffen werden. Da die Stadt Bamberg diese Aufgabe nur in Zusammenarbeit mit den in Bamberg tätigen freien Trägern bewältigen kann, wurde von Herrn Oberbürgermeister Starke ein KiTa-Gipfel einberufen.

Zu diesem Kita-Gipfel am 20.01.2017 bzw. in dessen Vorbereitung, aber auch noch danach, wurden neben den bereits in der Verwaltung in der Pipeline befindlichen Projekten noch viele andere Neubau-, Generalsanierungs- und Erweiterungsbauten benannt. Diese über 20 Projekte haben ein Erweiterungspotential von über 700 neuen Plätzen. In der Folge galt es, diese Projekte in Zusammenarbeit mit den Trägern zumindest insoweit zu konkretisieren, dass die realistische Umsetzbarkeit in der vorgegebenen Zeitschiene sowie die Finanzierbarkeit durch den Träger geprüft wurden. Darüber hinaus wurden auch Berechnungen für die möglichen Förderszenarien angestellt, um hiermit zu prüfen, welche Maßnahmen im Rahmen der gesetzten finanziellen Grenzen (Verpflichtungsermächtigungen i.H.v. 8,885 Mio €, bzw. Nettoanteil Stadt Bamberg mit 3,376 Mio €) realisierbar sind. Nach interner Abstimmung der Maßnahmen mit Herrn Oberbürgermeister und dem Referat 2 wurden in einem 2. KiTa-Gipfel am 31.03.2017 den Bamberger Trägern die bewerteten Maßnahmen vorgestellt.

Das Finanzreferat der Stadt Bamberg hat jedoch im 2. KiTa-Gipfel den Trägern eindeutig signalisiert, dass die Stadt Bamberg gewillt ist, die sehr gute Förderkulisse zu nutzen, um möglichst sämtlichen Sanierungsbedarf abzuarbeiten.

Problematik Wolfsschlucht ist leider noch immer nicht vollständig gelöst. Über die Hintergründe zur Einrichtung eines erlebnispädagogischen Kompetenzzentrums Wolfsschlucht und die konzeptionellen Planungen durch den Träger ist in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 13.10.2016 ausführlich berichtet worden.

Parallel dazu sind zwischen der Verwaltung und dem Träger Don Bosco Jugendwerk Bamberg die Gespräche über die vertraglichen Bestimmungen zur Nutzung des Gebäudes geführt worden. Vor dem Hintergrund der Fördermittelbindung für die Sanierung für die Dauer von 10 Jahren wird auch dieser Zeitraum für die Vertragsdauer angestrebt.

Jedoch ist die weitere Entwicklung der Anzahl der der Stadt Bamberg zugewiesenen unbegleiteten minderjährigen Ausländer ungewiss, besonders im Bezug auf die 10-jährige Vertragslaufzeit. Daher wurde im Rahmen der Gespräche seitens der Verwaltung dem Träger die Zusicherung gegeben, während der Zeit der Fördermittelbindung die ökonomische Grundlage für einen wirtschaftlichen Betrieb zu sichern. Dies soll insbesondere durch Nutzung aller Möglichkeiten der Stadt Bamberg erfolgen, die Belegung der Einrichtung sicherzustellen.