CSU will Inklusionsbüro prüfen

(Bamberg) Die größte Fraktion im Bamberger Stadtrat, die CSU-Stadtratsfraktion, will die Möglichkeit eines Inklusionsbüros prüfen. Dessen Aufgabe könnte es sein, Menschen mit Behinderung die Teilhabe an Bildungs- und Kulturangeboten zu erleichtern. In einer Anfrage an den Oberbürgermeister fordern die Christsozialen die Stadtverwaltung auf, einen entsprechenden Antrag der Bamberger Lebenshilfe auf Einrichtung eines solchen Inklusionsbüros in der Stadt Bamberg zu prüfen.

Mit der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2006 ist das Ziel, Menschen mit Behinderung die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, ein wichtiges Anliegen vieler Menschen. In der Stadt Bamberg hat sich erfreulicher Weise viel in dieser Hinsicht bewegt: Die Volkshochschule arbeitet seit einigen Jahren am Profil, eine inklusive Volkshochschule für alle Menschen zu sein. In der Stadtbücherei wurde eine eigene Sektion mit Literatur in leichter Sprache angeboten. Darüber hinaus gab es bereits verschiedene Ausstellungen von Künstlern mit Behinderung. Schließlich arbeitet die Lebenshilfe Bamberg am Ziel, in der Ohmstraße im Bamberger Osten eine eigene Kulturwerkstatt zu etablieren, in der behinderte wie nicht-behinderte Künstlerinnen und Künstler gemeinsam wirken können.

Diese Schritte in die richtige Richtung nahmen der Vorsitzende der Lebenshilfe, Klaus Gallenz sowie sein Projektmitarbeiter Michael Hemm, zum Anlass, um in der Stadtratsfraktion der CSU für die Einrichtung eines eigenen Inklusionsbüros zu werben. Das Ziel dieses Büros soll es sein, Menschen mit Behinderung zu begleiten, um ihnen die Teilhabe am kulturellen Leben zu erleichtern – beispielsweise dadurch, dass ein Mitarbeiter des Büros Menschen zu Volkshochschulkursen, Ausstellungen oder Weiterbildungsangeboten begleitet. „Mit dem Vorschlag wurden bei uns offene Türen eingelaufen“, erklärte der Sprecher im Schul- und Kultursenat, Dr. Franz-Wilhelm Heller nach den Gesprächen. In einer Anfrage an den Oberbürgermeister will die CSU-Stadtratsfraktion nun prüfen lassen, wie sich der Vorschlag eines Inklusionsbüros in Absprache mit der Behindertenbeauftragten der Stadt, Nicole Orff, in der Stadt Bamberg verwirklichen ließe.