CSU wünscht strukturierte Förderung von Lastenpedelecs

 (Bamberg) Die CSU-Stadtratsfraktion wünscht sich, dass die vom Stadtrat im Rahmen der Beratungen für den städtischen Haushalt für das Jahr 2018 beschlossenen Haushaltsmittel zur Förderung von Lastenpedelecs strukturiert eingesetzt werden. Dazu haben die Christsozialen nun in einem Antrag die Verwaltung dazu aufgefordert, gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft, dem Kreisverband Bamberg des Bayerischen Einzelhandelsverbandes sowie des Hotel- und Gaststättenverbandes ein Konzept zur Förderung von Lastenpedelecs zu entwickeln. Im zuständigen Fachsenat soll dann über die Vorschläge beraten und entschieden werden. „Wir möchten, dass diese Haushaltsmittel nicht unstrukturiert verausgabt, sondern strukturiert und zielführend eingesetzt werden“, sagte Stadträtin Anne Rudel, selbst Einzelhandelskauffrau, zu dem Antrag.

Bei Lastenpedelecs handelt es sich um Lastenräder, welche so konzipiert sind, dass sie auch schwerere Lasten befördern können. Sie können entweder manuell oder elektrisch angetrieben werden und werden bevorzugt in Fußgängerzonen oder anderen Stadtbezirken eingesetzt, in denen der Automobilverkehr eingeschränkt ist oder weiter eingeschränkt werden soll. Um die Fußgängerzone von Lieferverkehr zu entlasten und trotzdem den Einzelhandel in der Innenstadt zu stärken, hat der Stadtrat bei den Beratungen für den Haushalt 2018 mit der Mehrheit der stadttragenden Fraktionen beschlossen, 10.000,- Euro an Haushaltsmittel für die Förderung von Lastenpedelecs bereitzustellen. Da diese insbesondere Gewerbetreibenden und Handwerksbetrieben zu Gute kommen sollen, will die CSU-Fraktion, dass die Verwaltung in Zusammenarbeit mit den Interessensverbänden ein entsprechendes Konzept entwickelt.

Der CSU ist dabei freilich wichtig, dass die Förderung des Radverkehrs in ein Gesamtverkehrskonzept eingebettet ist. „Die CSU steht nicht für die einseitige Bevorzugung einer Verkehrsart, sondern für einen Verkehrsmix, der Fußgänger, den ÖPNV und den Ausbau der Schienenverkehre ebenso in den Blick nimmt wie den Radverkehr“, hob der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Dr. Helmut Müller, hervor. Deshalb habe die CSU-Fraktion bei der Diskussion über den Radentscheid im Bamberger Stadtrat deutlich gemacht, dass sie die Förderung des Radverkehrs als verkehrspolitisch vorrangiges Ziel eingebettet wissen will sowohl in die anderen verkehrspolitischen Ziele, als auch ihre wirtschafts-, bildungs- und sozialpolitischen Ziele.