Der Teufel hat Angst vor fröhlichen Menschen

Am Sonntag, den 4. Februar 2018 feierte das Don Bosco Jugendwerk Bamberg das Don Bosco Fest im Zirkuszelt am Teufelsgraben mit einem Festgottesdienst unter dem Motto „Der Teufel hat Angst vor fröhlichen Menschen“. Im Anschluss gab es einen Stehempfang und das Standkonzert der Don Bosco Musikanten. Mit dabei waren – neben anderen – auch die CSU-Stadträte Elfriede Eichfelder, Markus Huml und  You Xie sowie Monika Hoh (Vorsitzende des Bürgervereins Wildensorg). Elfriede Eichfelder ist mit ihrem Ehemann schon Stammgast beim Don Bosco Jugendwerk Bamberg, sie kann das Motto des Festgottesdienstes 2017 noch auswendig vorsagen: „Der Mut der Schlechten lebt von der Feigheit der Guten.“

Der Heilige Johannes Bosco (1815-1888)

In der Großstadt Turin lernt Johannes Bosco die Schattenseiten der Industrialisierung kennen: Viele Jugendliche leben auf der Straße, suchen vergeblich Arbeit, landen im Gefängnis. Als sich in seinem ersten Jahr als Priester zufällig ein Straßenjunge in seine Sakristei verirrt, kommt er mit ihm ins Gespräch. Er erklärt ihm, was es mit Gott und dem Glauben auf sich hat und lädt ihn und seine Freunde für die folgende Woche wieder ein. Bosco beginnt, sich um die Jungen zu kümmern, und verbringt seine Freizeit mit ihnen. Dann fängt er an, sie zu unterrichten; zunächst in Lesen, Schreiben und Katechismus. Im März 1846 sind es schon 400 Jugendliche, die ihn aufsuchen.

Als Don Bosco endlich Räume bekommt, gründet er im Arbeiterbezirk Valdocoo das „Oratorium“, das er unter den Schutz des heiligen Franz von Sales stellt. Das Oratorium ist ein offenes Haus für junge Menschen, besonders für die Ärmeren. Ein Haus zum Leben, zum Spielen, zum Lernen und zum Einüben des Glaubens. Später gründet Don Bosco Lehrwerkstätten, Volks-, Latein- und Berufsschulen, schließt Ausbildungsverträge ab und sammelt eine immer größer werdende Schar von Helfern um sich. Seine Mutter, Margareta Bosco, übernimmt die Organisation des Haushalts.

Die Haltung der italienischen Bevölkerung gegenüber der Kirche bleibt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unverändert negativ – Don Bosco sieht sich einigen Attentatsversuchen ausgesetzt, bleibt jedoch jedes Mal unverletzt.

Mit seinem Erziehungsstil und seiner pastoralen Praxis, die sich auf die Vernunft, die Religion und die Liebenswürdigkeit (Präventivsystem – Pädagogik der Vorsorge) gründet, führt er die Jugendlichen zur Reflexion, zur Begegnung mit Christus und zum apostolischen, gesellschaftlichen und beruflichen Engagement. Außerdem setzt er sich bei Arbeitgebern beispielsweise gegen die Prügelstrafe und für das Recht auf Freizeit ein.

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos

Schließlich tragen sein breites Engagement und sein diplomatisches Talent Früchte: Don Bosco ist als Vermittler zwischen Staat und Kirche gefragt, verkehrt sowohl im Vatikan, als auch in Ministerien. Dadurch kann er 1848, im Jahr der Revolution, verhindern, dass sein Oratorium geschlossen wird.

Eine Ordensgründung war zu dieser Zeit eine heikle Angelegenheit. Dennoch sucht er unter seinen Jugendlichen die besten Mitarbeiter für sein Werk aus und ruft 1859 die „Gesellschaft des Heiligen Franz von Sales“ ins Leben – die Salesianer Don Boscos waren geboren.

Zusammen mit der heiligen Maria Dominika Mazzarello gründet er das Institut der Töchter Mariens, der Hilfe der Christen (Don-Bosco-Schwestern). Schließlich entsteht zusammen mit engagierten Laien die Vereinigung der Salesianischen Mitarbeiter zur Unterstützung des Erziehungswerks für die Jugendlichen. Er nimmt so neue Apostolatsformen in der Kirche vorweg.

Don Bosco stirbt nach lebenslangem Einsatz für die Jugend mit 72 Jahren am 31. Januar 1888 in Turin. Am Ostersonntag 1934 wird er von Papst Pius XI. heilig gesprochen. Anlässlich der Hundertjahrfeier seines Todes erklärt Papst Johannes Paul II. ihn zum „Vater und Lehrer der Jugend“. Sein Grab befindet sich heute in der Maria-Hilf-Basilika in Turin.