Ein internationaler Franke
Als „internationaler“ Franke (1954 in Gerolzhofen/Unterfranken geboren, Vater Mittelfranke und in Wiesenthau/Fränkische Schweiz aufgewachsen) vereint er alle Vorzüge der fränkischen Bezirke bzw. Regionen in sich. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.
Berufliches
Vor dem Studium der Humanmedizin an der Universität Erlangen-Nürnberg hat er bereits drei Berufe erlernt:
Landwirt – die Eltern besaßen eine kleine Nebenerwerbslandwirtschaft und nach dem frühen Tod des Vaters war die Schulzeit und Ferien von den Abläufen des landwirtschaftlichen Jahres geprägt.
Nach dem Abitur wurde er während der Bundeswehrzeit zum Krankenpflegehelfer (sog. Einjähriges) ausgebildet und war als LKW-Fahrer eingesetzt. Nach dem Studium arbeitete er noch für zwei Jahre an der Universität Erlangen und ging dann ins „Exil“. Nach drei Jahren ärztlicher Tätigkeit am Zentralkrankenhaus St.-Jürgen-Straße und sieben Jahren als Assistenz- und Oberarzt an der Universität des Saarlandes wechselte er vor 20 Jahren im November 1991 nach Bamberg, um dort die Leitung der Pathologie am Klinikum zum übernehmen.
Pathologie
Die ersten Jahre seiner Tätigkeit in Bamberg waren der Sanierung, Konsolidierung und Weiterentwicklung des Institutes für Pathologie gewidmet. Parallel zu dieser Tätigkeit setzte er sein wissenschaftliches Engagement fort, das 1994 mit dem Förderpreis der Gesellschaft für Gastroenteropathologie in Bayern (Gesellschaft für Magen-Darm-Krankheiten) und 2005 mit dem Posterpreis der Südwestdeutschen Gesellschaft für Innere Medizin ausgezeichnet wurde. Er ist seit vielen Jahren in der Internationalen Akademie für Pathologie, deutsche Abteilung aktiv und bildet in dieser weltumspannenden Organisation die deutschsprachigen Pathologen im Bereich der Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der Prostata fort. Er ist hier der einzige Pathologe, der oberster deutscher Fortbilder für zwei komplett differente Organe bzw. Organsysteme ist.
Weiterhin hat er mit den Bamberger Morphologietagen die inzwischen größte deutschsprachige Fortbildung zum Thema Pathologie mit 1000 Besuchern über 15 Jahre aufgebaut.
Familienfreundliches
Die Mitarbeiter in den Instituten für Pathologie sind traditionell seit vielen Jahren überwiegend weiblich. So hat Professor Seitz als Chef des Institutes sehr schnell die Nöte und Mühen der jungen Frauen und Mütter kennengelernt. Deshalb war es ihm ein Anliegen den jungen Müttern nach der Geburt großzügig die Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung im Institut zu familienfreundlichen Zeiten einzuräumen. Er praktiziert dies seit nunmehr 20 Jahren mit überaus großem Engagement und keine einzige Mitarbeiterin hat wegen der Unvereinbarkeit von Beruf und Familie das Institut verlassen.
Ehrenamtliches
In Bamberg ist Herr Professor Seitz seit Jahren ehrenamtlich tätig. So war er Gründungsmitglied und zehn Jahre im Vorstand des Voltigiervereins Bamberg, seit 2006 ist er Ehrenmitglied des Vereins. Darüberhinaus ist er Vorsitzender des Onkologischen Arbeitskreises Bamberg e. V. seit 1999 und führt seitdem regelmäßige Arzt-Patienten-Gespräche für Laien zu Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen bei Krebserkrankungen durch. Weiterhin ist er der Initiator der „Stiftung für chronisch kranke Kinder“ der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Bamberg und Initiator der bevorstehenden Gründung einer Stiftung für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Kunst&Kultur
Seit zehn Jahren ist er auch für sein Engagement in der Kultur und im Besonderen bildende Kunst bekannt. So war er Ideengeber und Initiator der Bamberger Dalí-Ausstellung im Jahr 2003 und hat durch seine Sponsorenakquise wesentlich zum finanziellen Erfolg der Ausstellung mit 44.000 Besuchern (die größte Ausstellung, die jemals die Stadt Bamberg selbst veranstaltet hat!) beigetragen. In der Folgezeit hat er nicht nur die Restauration des Schönlein-Denkmals unterstützt, sondern hat auch zum Gelingen der Ausstellungen (Gott weiblich, Nochmals Leben vor dem Tod, etc.) beigetragen. Bekannt wurde er auch für die Kuration zahlreicher Karikaturenausstellungen, wobei die Ausstellung anlässlich des 1000jährigen Bistumsjubiläums „Um Himmels Willen – Kirche in der Karikatur“ mit über 25.000 Katalogen eine der erfolgreichsten Karikaturenausstellungen nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland ist.
Kommunalpolitisches
Aufgrund seines großen ehrenamtlichen Engagements wurde er im Vorfeld der letzten Stadtratswahlen von mehreren Gruppierungen wegen einer Kandidatur gefragt, er hat sich entschlossen als Parteiloser auf der Liste der CSU zu kandidieren und wurde 2008 mit großer Stimmenzahl (Platz 12 aller Bamberger Stadträte) in den Rat gewählt. In der CSU-Fraktion ist er Aufsichtsratsmitglied für die Firmen der Konzert & Kongresshalle, Mitglied des Stiftungsrates der Sozialstiftung und seit Februar 2010 stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender. Darüberhinaus war er von 2010 bis 2011 Sprecher des Grundsatzsenates und ist seit Auflösung dessen im Umwelt- und Verkehrssenat als dessen Sprecher aktiv.

