Hauptsmoorwald erhalten und MUNA gestalten

Liebe Bambergerinnen und Bamberger!

Am 18. November 2018 stimmen Sie über eine zentrale Frage der künftigen Stadtentwicklung ab.

Sollen auf dem Areal der ehemaligen Munitionsanstalt (= „Muna“) alle Aktivitäten gestoppt werden  – also auch der Ankauf des Grundstücks und die Öffnung für die Bevölkerung?

Oder gelingt es doch noch, durch ein

Ja

zum Ratsbegehren („Hauptsmoorwald erhalten UND Muna  gestalten“),

das von den Stadtratsfraktionen und politischen Vertretungen von CSU, SPD, BA, BBB,  BuB und FDP getragen wird, einen vernünftigen Kompromiss zwischen Belangen des Natur- und Umweltschutzes und der wirtschaftlichen Entwicklung zu erreichen?

Wir werben für einen Kompromiss und bitten Sie deshalb um Ihre Stimme für die Zukunft unserer Stadt!

Ihr
Dr. Helmut Müller
Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion
Florian Müller
Kreisvorsitzender der Mittelstandsunion Bamberg-Stadt
Info-Flyer als pdf

 

Fragen und Antworten:

Was ist unser Ziel?

Wir werben auf dem Gebiet der ehemaligen Munitionsanstalt (= „Muna“) für einen Ausgleich zwischen den Interessen des Natur- und Umweltschutzes und der wirtschaftlichen Entwicklung.

Was wollen wir?

Auf dem etwa 140 ha großen Areal sollen rund 95 ha für Belange des Umwelt- und Naturschutzes vorgesehen werden. Auf nicht einmal 1/3 der Fläche soll ein so genannter „Grüner Gewerbepark“ entstehen, auf dem sich mittelständische Unternehmen ansiedeln können.

 

Welche sind die umweltpolitischen Vorgaben für einen „Grünen Gewerbepark“?

Beispielsweise eine Dach- und Fassadenbegrünung, die Vorhaltung einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, Versickerungsflächen auf dem eigenen Grund, eine regenerative Energieversorgung und weitere Punkte zur Ansiedlung innovativer mittelständischer Unternehmen.

 

Wie wollen wir diese Ziele erreichen?

Indem wir das derzeit der Bevölkerung verschlossene Gebiet erwerben und es erstmals der Bamberger Bevölkerung zugänglich machen.

 

Was geschieht, wenn nichts geschieht?

Kann die Stadt die Muna nicht aufkaufen, besteht die Gefahr, dass die BImA das Gelände an auswärtige oder ausländische Großinvestoren veräußert, die dann ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen dort verwirklichen könnten – ohne große Einflussnahme Möglichkeiten der Stadt. Dann ist auch das möglich Naherholungsgebiet verloren.

 

Geht es also um mittelständische Unternehmen?

Ja, auf der Muna sollen sich Bamberger Unternehmen ansiedeln, die ansonsten in den Landkreis abwandern könnten, oder junge, neue Firmen, die erst vor kurzem entstanden sind und kräftig wachsen – beispielsweise im IT-Bereich. Es geht also nicht um groß angelegte Produktionsanlagen für die Industrie oder mehrstöckige Logistikhallen, wie behauptet wird.

 

Braucht Bamberg ein Gewerbegebiet auf der Muna?

Nach unserem Wunsch soll auf dem Areal der „Muna“ ein Mix aus Umwelt- und Naturschutzflächen sowie Gewerbegebieten entstehen. Dieser Kompromiss ist nötig, weil die Stadt Bamberg vor wichtigen Zukunftsinvestitionen steht – zum Beispiel in Kitas, Schulen, den Ausbau des ÖPNV.

 

Gibt es denn keine anderen Gewerbeflächen in der Stadt?

Seit der missglückten Gebietsreform 1972 leidet Bamberg unter zu wenig Entwicklungsflächen. Deshalb gibt es derzeit im Stadtgebiet leider nur vereinzelte und kleinteilige Flächenreserven. Die ehemalige US-Kaserne stellt insofern eine der letzten Zukunftschancen für unsere Stadt dar.

 

Welche Unternehmen sollen auf der Muna angesiedelt werden?

Die Stadt Bamberg will auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Muna vor allem mittelständische Unternehmen ansiedeln, die ansonsten aus der Stadt Bamberg abwandern müssten. Durch eine Verlagerung von kleineren Betrieben aus der Innenstadt an den Stadtrand könnte dort neuer Wohnraum entstehen. Erhalten diese keine alternativen Gewerbeflächen, besteht die Gefahr, dass sie aus Bamberg abwandern – wie beispielsweise die Schlosserei Heim, MediTeam oder früher der Milchhof Albert.

 

Wolfgang Heim

„Als Unternehmer weiß ich von Kollegen, dass sie in das Umland abwandern müssen, wenn ihnen die Stadt keine neuen Gewerbeflächen anbieten kann. Deshalb werbe ich für den Ratsentscheid!“