Heinrichsfest im Zeichen des Jahres der Kultur

An diesem Wochenende feiern Katholiken aus der ganzen Erzdiözese das Heinrichsfest. Beim Pontifikalamt waren aus der CSU dabei Staatsministerin Melanie Huml, Bürgermeister Dr. Christian Lange, Stadträtin Elfriede Eichfelder und Stadtrat You Xie. In seiner Predigt zum Europäischen Jahr der Kultur hat Erzbischof Ludwig Schick dazu aufgerufen, die irdische Kultur auf Gott auszurichten.

„Die Absicht und das Wirken von Heinrich und Kunigunde müssen uns heute neu bewegen und sollen ein Weckruf an uns sein, die Kultur des Evangeliums zu erneuern“, betonte der Erzbischof. Denn in der heutigen Zeit stellten viele die Frage nach der Zukunft und nach dem Fundament der Gesellschaft. Schick zitierte Gregor Gysi, der sich als Atheist bekenne, aber vor einer gottlosen Gesellschaft Angst habe, weil in ihr die Solidarität abhandenkommen könnte. Auch der „religiös unmusikalische“ Philosoph Jürgen Habermas plädierte dafür, die jüdisch-christlichen Begrifflichkeiten in der Alltagssprache der profanierten Gesellschaft zu bewahren; als Beispiel nannte er die Gottesebenbildlichkeit des Menschen, die für die im Grundgesetz genannte „Würde des Menschen“ Voraussetzung und Garantie sei.