ICE-Ausbau: bestes Gesamtergebnis für „Ebenerdige Durchfahrung“

In der Sondersitzung am 08.02.2018 wurde das Gutachten zur Ausbauempfehlung durch Herrn Dipl.-Wi.-Ing. Stefan Tritschler (VWI Stuttgart GmbH, Geschäftsführer) und Herrn Dipl.-Ing. Matthias Körner (VWI Stuttgart GmbH, Akademischer Mitarbeiter) vorgestellt. Es gab keine Entscheidung in dieser Frage in der Sitzung. Die Positionierung der Stadt in der Trassenfrage sollte in einer weiteren Sondersitzung am 06.03.2018 erfolgen. „Die CSU-Stadtratsfraktion hat eine klare Position, nämlich  für die ebenerdige Durchfahrung des viergleisigen Bahnausbaus im Bestand und für einen S-Bahn-Halt Bamberg-Süd“, so Dr. Helmut Müller, der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion.

Auf der in der Stadtratssitzung am 13.12.2017 beschlossenen Grundlage erfolgte durch VWI Stuttgart GmbH die Prüfung der insgesamt sieben Ausbauvarianten. Folgende Varianten wurden entsprechend dem o.a. Stadtratsbeschluss geprüft:

–       „Ebenerdige Durchfahrung“4-gleisiger Ausbau, ebenerdige Durchfahrung mit innovativem Lärmschutz)

–       „Langer Tunnel“4-gleisiger Ausbau, bergmännischer Tunnel zwischen Tännig und Kronacher Straße)

–       „Kurzer Tunnel“4-gleisiger Ausbau, Tunnel in offener Bauweise zwischen Tännig und EÜ Geisfelder Straße)

–       „3-Gleisigkeit“3-gleisiger Ausbau, ebenerdige Durchfahrung mit innovativem Lärmschutz)

–       „Kein Ausbau im Süden“Abschnittsweiser Verzicht auf einen Ausbau bis einschließlich EÜ Münchner Ring)

–       „Volluntertunnelung“4-gleisiger Ausbau, Volluntertunnelung zwischen Tännig und Kronacher Straße mit Tiefbahnhof und Verlegung Güterbahnhof)

–       „Ohne-Fall“Verzicht auf einen Ausbau als Vergleichsfall)

Die von der CSU favorisierte Variante „Ebenerdige Durchfahrung“ schneidet unter allen Ausbau-Varianten in der Bewertung mit Abstand am besten ab.

Wie von vielen erwartet schneidet die ebenerdige Durchfahrung, sprich der Ausbau im Bestand, am besten ab und erhält 354 Punkte. Allerdings gibt es weitere Varianten, die nur mit 20 bis 40 Punkten weniger bewertet wurden. Dies sind: Drei-Gleisigkeit (334), kein Ausbau im Süden (329), kurzer Tunnel (322) und langer Tunnel (316). Nur die von Norbert Tscherner geforderte Volluntertunnelung belegt mit 294 Punkten abgeschlagen den letzten Platz. Nicht aufgeführt in dieser Tabelle ist der komplette Verzicht auf einen Ausbau, der ebenfalls noch im Raum steht. Die Bewertungszahlen wurden mit unterschiedlicher Gewichtung in den Bereichen Infrastruktur, Betrieb, verkehrliche Wirkungen, Umwelt und Stadtraum sowie temporäre Auswirkungen vergeben.