Kurzer Bericht über die Sitzung des Bau- und Werksenates am 07.03.2018

Am Dienstag, den 07.03.2018, 16.00 Uhr fand unter äußerst kompetenter Leitung unseres Bürgermeisters Dr. Lange ein von seltener Harmonie und Einigkeit geprägter Bausenat statt, ging es doch im Wesentlichen darum, den Wohnungsbau in Bamberg nach vorne zu bringen.

1.

In einem ersten Tagesordnungspunkt wurde der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Wohnanlage Mittelbachstraße“ als Satzung beschlossen. Es kann jetzt also die Baugenossenschaft für den Stadt- und Landkreis Bamberg e.G. dieses umfangreiche Bauvorhaben verwirklichen. Die alten Häuser sind ja seit längerer Zeit schon abgerissen.

Es werden jetzt also 69 Wohnungen gebaut. Die Bebauung ist sehr geschickt geplant. Zur Memmelsdorfer Straße hin wird die Bebauung sehr geschlossen gestaltet. Es handelt sich um eine sogenannte Lärmschutzbebauung. Die Wohnungen sind alle nach Süden hin zur Mittelbachstraße ausgerichtet. Durch die Bebauung erfahren nicht nur die neuen Wohnungen einen sehr guten Lärmschutz; vielmehr erfährt die gesamte Bebauung an der Mittelbachstraße einen guten solchen.

Die neu entstehenden Häuser werden drei- bis viergeschossig sein. Die neue Kindertagesstätte, die zuerst gebaut werden muss, damit die alte abgerissen werden kann, wird in einem gesonderten ein- und zweigeschossigen Haus entstehen.

Die Abstellanlagen für die Pkws sind alle auf dem zu bebauenden Areal untergebracht, so dass die Mittelbachstraße vom Parkverkehr entlastet wird.

Man kann jetzt nur hoffen, dass die Bebauung zügig erfolgen wird, damit diese gute Wohnanlage bald ihrer Bestimmung zugeführt werden kann.

2.

Auch der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Wohnbebauung Kantstraße“ ist als Satzung beschlossen worden.

Auch hier ist Vorhabenträger die Baugenossenschaft für den Stadt- und Landkreis Bamberg e.G..

In einem fünfgeschossigen Wohngebäude (vier Vollgeschosse und ein zurückgesetztes Staffelgeschoss) sollen 18 Wohnungen mit zwischen 72 m² und 115 m² Wohnfläche entstehen.

Das Wohngebäude passt sich gut in die Umgebung ein.

Gleichzeitig werden zwei Parkpaletten errichtet, die für 70 Stellplätze vorgesehen sind; 31 Stellplätze entstehen in einer Tiefgarage, die im Untergeschoss des Neubauvorhabens gebaut wird. Weitere Stellplätze werden sehr geschickt oberirdisch angelegt. Während der Bauzeit – es befindet sich dort ja noch eine Parkfläche – wird eine Parkierungsanlage an der Weißenburgerstraße gebaut, die nach Fertigstellung des gesamten Anwesens wieder zurückgebaut werden wird.

Auch hier entsteht also sehr guter Wohnraum. So kann man auch hier nur hoffen, dass das Bauvorhaben zügig durchgezogen wird, damit dann dieser Wohnraum alsbald zur Verfügung stehen wird.

3.

Ein weiterer vorhabenbezogener Bebauungsplan, nämlich der „Wohnbebauung Katharinenstraße 2 und 4“, ist als Satzung beschlossen worden. Hier will die „COMPAKT Wohnungsbaugesellschaft mbH“ im Rahmen einer sehr gut geplanten Nachverdichtung auf einem großen freien Grundstück an der Katharinenstraße 24 neue Wohneinheiten schaffen. Die Planung, die in der Vergangenheit mehrfach geändert worden ist, ist jetzt sehr ansprechend und kann als sehr gelungen bezeichnet werden. Im Untergeschoss soll eine Tiefgarage mit 44 Stellplätzen entstehen, so dass der Innenhof der Wohnanlage von parkenden Autos freigehalten werden kann. So, wie es aussieht, entsteht also auch hier eine sehr ansprechende Wohnanlage. Und dieses nunmehr hoffentlich bald.

4.

Südlich des Mannlehenwegs zwischen Schildstraße im Westen und Kloster-Langheim-Straße im Osten befindet sich ein relativ großes freies Gebiet. Dabei handelte es sich früher um eine der letzten bewusst angelegten Gärtnersiedlungen. Deshalb sind diese Grundstücke lang und schmal.

Dort besteht von einzelnen Eigentümern die Absicht, Wohnbebauung zu schaffen. Die meisten Eigentümer wollen dies derzeit noch nicht.

Die Stadt will aber gleich in geeigneter Weise vorbeugen, damit nicht eine „wilde“ Bebauung entsteht. Deshalb ist der Bebauungsplan Nr. 334 B schon vor einiger Zeit entworfen worden.

Dieser Entwurf, der auch von der Denkmalbehörde sehr gelobt worden ist, sieht eine sehr geschickte Bebauung vor, die den Grundstücksverläufen angepasst und sehr locker gehalten ist. Es können drei Doppelhäuser entstehen.

Hier wurde schon die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und die frühzeitige Unterrichtung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange durchgeführt.

Im Hinblick auf Anregungen der Öffentlichkeit und der Behörden sind einige kleine Änderungen erfolgt. Jetzt wurde beschlossen, dass der Bau- und Werksenat das Baureferat beauftragt, die Einholung der Stellungnahmen der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB durchzuführen. Ein guter Schritt nach vorn.

5.

Für das Gebiet zwischen Hafengelände, Hallstadter Straße und der Stadtgrenze Bamberg muss deshalb ein Bebauungsplan neu aufgestellt werden, weil sich in einem gerichtlichen Verfahren herausgestellt hat, dass die früher ausreichend gewesene reine Bezugnahme auf eine Sortimentsliste in einem Gutachten der Einzelhandels- und innerstädtischen Wirtschaftsentwicklung in der Stadt Bamberg 1996 nicht mehr als ausreichend angesehen wird. Es muss hier also in den Bebauungsplan alles genau aufgenommen werden. Das soll jetzt geschehen. Dazu ist die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 208 E beschlossen worden mit einer dazugehörigen Veränderungssperre, die garantiert, dass zwischenzeitlich nicht Nutzungen entstehen können, die nicht gewollt sind. Im Grund also eine notwendige Formalie.

6.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde ein Antrag der GAL-Stadtratsfraktion behandelt. Die GAL-Stadtratsfraktion hatte beantragt, auf dem Areal Ulanenpark eine geeignete Fläche für das sogenannte Baugruppen-Modell zu reservieren und gesondert auszuschreiben.

In diesem neuen Wohngebiet hat die Stadtbau GmbH Bamberg ein sehr breit gefächertes Wohnraumangebot, in dem z.B. Seniorenwohnungen als Eigentumsmaßnahme, Eigentumswohnungen, Reihenhäuser, Seniorenwohnungen als Mietobjekt, sozial geförderter Wohnraum und Mietreihenhäuser enthalten sind. Außerdem wird es ein Quartiersmanagement im Wohn- und Gesundheitszentrum geben, welches durch die Sozialstiftung betreut und unterhalten wird. Des Weiteren werden in einem Gemeinschaftshaus Räumlichkeiten zum Treffen, Feiern, Abhalten von Veranstaltungen etc. vorgehalten. Die Stadtbau garantiert also eine bürgerorientierte Stadtentwicklung. Generationenübergreifendes Wohnen wird durch das Angebot der unterschiedlichen Wohnformen realisiert.

Für die Umsetzung eines gemeinschaftlichen Bauherrenmodells durch die Stadt wäre ein nicht unerheblicher Koordinationsaufwand erforderlich. Sinnvoll erscheint so etwas nur, wenn sich tatsächlich auch eine Bauherrengruppe fände und für ein solches Projekt interessieren würde.

Insoweit muss man also abwarten.

7.

In einem weiteren Bericht hat Baureferent Thomas Beese ausführlich berichtet über den Stand „Umgestaltung Hinterer Graben, Kanal- und Straßenbauarbeiten“.

Die notwendigen Baumaßnahmen sollen so zügig wie möglich durchgeführt werden. Wenn alles passen sollte (entsprechende Witterung, keine Störungen aus dem Untergrund etc.), dann könnte in Aussicht gestellt werden, dass die Baumaßnahmen im Jahre 2018 beendet werden könnten. Wenn Störungen auftreten sollten, dann würde sich die Sache hinziehen bis ins Frühjahr 2019.

Bleibt also zu hoffen, dass vor allem die Wetterverhältnisse keinen Strich durch die Rechnung machen.

Alles in allem kann festgestellt werden, dass in einer sehr kompakten Sitzung mit nur einstimmigen Beschlüssen Bamberg wieder ein ganzes Stück nach vorne gebracht worden ist!

F.-W. Heller