Neuer S-Bahn-Haltepunkt “Bamberg-Süd” in trockenen Tüchern

Der Weg für den Bau eines neuen S-Bahn-Haltepunktes im Süden Bambergs ist frei. Noch in seiner Funktion als Verkehrsminister hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann vor einigen Tagen den Planungsvertrag mit der Deutschen Bahn für den Haltepunkt “Bamberg Süd” unterzeichnet. Die Bamberger Landtagsabgeordnete Staatsministerin Melanie Huml (CSU) zeigte sich hocherfreut und dankte ihrem Kabinettskollegen Innenminister Joachim Herrmann. Dieser erklärte: „Durch den neuen Haltepunkt machen wir den öffentlichen Nahverkehr im Rahmen des viergleisigen Ausbaus noch attraktiver. Insbesondere die Brose-Arena wird in Zukunft für die Fahrgäste komfortabel erreichbar sein.“

„Die Zeit des Ausbremsens beim Bamberger Bahnausbau ist vorbei“, sagte CSU-Kreisvorsitzender Dr. Christian Lange. Die Bamberger Christsozialen hatten sich auf einen oberirdischen Bahnausbau festgelegt und dabei immer wieder einen S-Bahn-Halt im Bamberger Süden gefordert. „Wir hatten die besten Argumenten auf unserer Seite. Wir waren hartnäckig in der Sache. Bamberg profitiert von dieser klaren und entschlossenen Haltung der CSU“.

Die Neubaustrecke VDE 8.1 hat die Fahrzeit zwischen Berlin und München von sechs Stunden auf 3:55 Stunden im ICE-Sprinter gesenkt. Diese Verbindung kommt bei den Fahrgästen so gut an, dass die DB von Dezember dieses Jahres an zwei zusätzliche Sprinter je Tag und Richtung einsetzen will. Insbesondere im Bereich Bamberg ist aber ein weiterer Ausbau erforderlich.

„In Bamberg darf kein Flaschenhals entstehen, der die neue Fernverkehrsstrecke ausbremst“, betonte Herrmann. Er begrüßt daher, dass sich der Bamberger Stadtrat am 6. März 2018 mit großer Mehrheit für die oberirdische Durchfahrungs-Variante beim Fernverkehrsausbau ausgesprochen hat. Mit diesem Votum, der Finanzierungszusage des Freistaats und der Unterzeichnung des Planungsvertrages ist die Realisierung des Haltepunkts „Bamberg Süd“ im Rahmen des viergleisigen Ausbaus sichergestellt.

Staatsministerin Melanie Huml betonte, dass der oberirdische ICE-Ausbau entlang der Bestandsstrecke aus mehreren Gründen sinnvoll und daher ihre seit Jahren favorisierte Lösung sei:

  • „Die Realisierung eines zweiten S-Bahn-Haltpunkt im Süden Bambergs konnte ich bei meinem Kollegen Innenminister Joachim Herrmann nur in dieser Ausbauvariante durchsetzen.
  • Weitere ausschlaggebende Punkte sind für mich stets der größtmögliche Schutz des Gärtnerlandes und der Wasserversorgung gewesen.
  • Auch der Erhalt des ICE-Systemhalts ist für die zukünftige Entwicklung Bambergs von zentraler Bedeutung.
  • Den Anwohnern Bestandsstrecke einen guten Lärmschutz zu sichern, ist schon aus gesundheitlichen Gründen wichtig”, so Huml.

Als Teil des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr.8 sei der ICE-Ausbau in Bamberg von überregionaler Bedeutung und wer wichtige Gestaltungsfragen mitentscheiden möchte, müsse auch realistisch bleiben. Das bedeute, so Huml weiter: „hartnäckiges Verfolgen seiner Zielen bei sinnvollen Punkten und Ablassen von Luftschlössern wie einer reinen Güterzugumfahrung oder einer Nulllösung.“
„Ein herzliches Dankeschön an Joachim Herrmann und Melanie Huml“, so Lange abschließend.