Stadtrat Pankraz Deuber kehrt zur CSU zurück

Mit einem politischen Paukenschlag beginnt das neue Jahr 2018 für die Stadt Bamberg: Stadtrat Pankraz Deuber, der die CSU im Vorfeld der Stadtratswahl im Jahr 2014 verlassen hatte, kehrt in die CSU und ihre Stadtratsfraktion zurück. Am Montagabend hat die CSU-Stadtratsfraktion einen entsprechenden Aufnahmeantrag Deubers einstimmig angenommen. Damit umfasst die CSU-Stadtratsfraktion wieder 13 Mitglieder und vergrößert ihren „Vorsprung“ auf die SPD von zwei auf drei Mandate. „Dies ist ein guter Tag für die CSU, und ein guter Tag für Pankraz Deuber“, freute sich der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Helmut Müller, über den Schritt Deubers.

In einem Pressegespräch am Mittwochnachmittag erläuterte der selbständige Gärtner seine Gründe für seine Rückkehr in die CSU. Zum einen habe er, Deuber, der CSU über Jahrzehnte hinweg angehört und die CSU seit dem Jahr 1990 im Bamberger Stadtrat vertreten. Im Vorfeld der Stadtratswahl 2014 sei es zu Unstimmigkeiten gekommen, deretwegen er sich damals entschlossen habe, die CSU zu verlassen und sich einer neuen Gruppierung anzuschließen. Damals seien auf beiden Seiten Fehler begangen worden. Nun jedoch seien die Verwerfungen überwunden. Nie habe es ein böses Wort gegeben. Im Gegenteil, er habe aus der CSU weiterhin Wertschätzung erfahren, sagte Deuber. Deswegen wolle er gerne in seine eigentliche politische Heimat, die CSU, zurückkehren. Zum anderen habe er als Stadtrat einer Ausschussgemeinschaft erfahren, welche Vorteile die Zugehörigkeit zu einer starken Fraktion im Bamberger Stadtrat mit sich bringe. Die CSU sei in allen Senaten und Ausschüssen vertreten. Dies gewährleiste einen stetigen Informationsaustausch und eine breitere Grundlage für Positionierungen. Es sei auf diese Weise einfacher, Interessen im Stadtrat zu vertreten. „Ich habe mich deshalb sehr gefreut, dass mich die CSU-Stadtratsfraktion, der ich 25 Jahre angehört habe, nun wieder einstimmig aufgenommen hat“, sagte Deuber.

Der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion zollte in dem Pressegespräch Deuber Respekt für seinen verantwortungsvollen Schritt, der ihm sicher nicht leicht gefallen sei. Müller legt Wert auf die Feststellung, dass die CSU keine Abwerbungsversuche unternommen habe, sondern erst auf Deuber zugegangen sei, als dieser für sich die Entscheidung getroffen habe, sich im Stadtrat neu zu orientieren. Dies gebiete der politische Anstand. Es habe daher auch keine Zusagen für etwaige Sitze in Senaten und Ausschüssen gegeben, zumal sich an deren Sitzverteilung durch den Fraktionswechsel Deubers nichts ändere. „Die Entscheidung von Pankraz Deuber entspricht vielmehr ausschließlich dem Wunsch nach einer Rückkehr in die jahrzehntelange politische Heimat“, hebt Müller hervor.

Zwei konkrete Anmerkungen zur politischen Bewertung macht in einer Presseerklärung auch der CSU-Kreisvorsitzende, Bürgermeister Dr. Christian Lange, der an dem Pressegespräch nicht teilnahm. Auf der einen Seite unterstreiche die Rückkehr Deubers, so Lange, dass sich die CSU nach den Verwerfungen vor der letzten Kommunalwahl konsolidiert habe und wieder attraktiv für andere geworden sei. Zum anderen reduziere die Entscheidung Deubers die Zersplitterung des bürgerlichen Lagers, unter der Bamberg leide. „Mit 13 Sitzen fällt der CSU damit wieder ein Stück mehr Gewicht im Bamberger Stadtrat zu. Dies macht es leichter, für bürgerliche Themen wie Wirtschaft, Bildung und Familienfreundlichkeit zu werben“, sagte der CSU-Chef. Bereits in der Vollsitzung am 31. Januar 2018 will Deuber bei seiner neuen (alten) Fraktion sitzen.

(Foto: You Xie / Archiv)