Standing Ovations für Reichmann bei CSU

(Bamberg) Ein übervoll besetzter Saal, Standing Ovations für den Hauptredner Wolfgang Reichmann sowie ein Meisterpokal für den CSU-Kreisvorsitzenden, Bürgermeister Dr. Christian Lange – mit diesen Stichworten lässt sich der Politische Aschermittwoch der Bamberger CSU in der Brauerei Keesmann beschreiben. „Reichmann hat sich selbst übertroffen“, urteilte ein Besucher der Veranstaltung.

Traditionell ist der Politische Aschermittwoch von der Großkundgebung der CSU in Passau geprägt, bei der in diesem Jahr Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sowie der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei für die Europawahl am 26. März, Manfred Weber (CSU), den Ton angaben.

In Bamberg verfolgt die CSU seit einigen Jahren einen anderen Weg: Nach dem Quartett Dr. Franz-Wilhelm Heller, Dr. Helmuth Jungbauer, Heiner Kemmer und Siegmar Walter und dem Bamberger Kasperl, Florian Herrnleben, ist es seit nunmehr vier Jahren der bekannte Rundfunkjournalist und Vorsitzende des Stadtverbandes für Sport, Wolfgang Reichmann, der die Bamberger Kommunalpolitik – und insbesondere die  CSU als stärkste politischer Kraft im Bamberger Stadtrat – aufs Korn nimmt.

Und die zahlreichen Besucher brauchten ihr Kommen nicht zu scheuen. Bereits im Eingangsstatement warf Reichmann die Frage auf, wie die CSU die Kommunalwahl gewinnen wolle, wenn auf den Plakaten nicht einmal der Name des Kandidaten – in seinem Fall derjenige des Fastenpredigers – zu lesen sei. Doch auch die politische Konkurrenz – die SPD – bekam ihr Fett weg. Mit Blick auf den interessanten Meinungswandel der SPD in Bezug auf das Muna-Gelände warf Reichmann die Frage auf, worin der Unterschied für einen Baum bestehen solle, ob er nun für Gewerbeansiedlung oder Wohnbebauung und einen Streichelzoo gefällt werde. Angesichts dieses unglaubwürdigen Hin-und-Her der SPD lobte der Fastprediger lieber das bürgerliche Lager, das in der Frage des Bürgerentscheids für einen klaren Standpunkt geworben habe und an diesem auch nach der Abstimmung festhalte – auch wenn es diesen krachend verloren habe. „Es ist besser, auch einmal für Prinzipien einzustehen und zu unterliegen, als die Meinung so rasch zu ändern, wie die SPD!“, sagte Reichmann.

Mit Blick auf die angekündigte OB-Kandidatur des CSU-Kreisvorsitzenden Dr. Christian Lange auf der Altenburg schrieb Reichmann der CSU ins Stammbuch, dass nun die Reihen rasch geschlossen werden und Lange mit einem guten Ergebnis nominiert werden müsse, wenn die CSU bei der Kommunalwahl im März 2020 eine echte Chance haben wolle.

Daran habe es, so warf es der Fastenprediger den Bamberger Christsozialen vor, bei den letzten Abstimmungen gemangelt. Finde die CSU jedoch zur Geschlossenheit – und dazu habe sie nun jede Menge Gelegenheit -, dann sei er auch überzeugt davon, dass die CSU die Kommunalwahl 2020 gewinnen werde – denn die CSU sei immer noch ganz tief in der Bamberger Bürgerschaft verwurzelt, wie sich beim erfolgreichen Neujahrsempfang mit Barbara Stamm gezeigt habe. Er selbst werde für Lange werben, sagte Reichmann, und überreichte dem CSU-Kreisvorsitzenden symbolisch einen Meisterpokal. „Gemeinsam sind wir stark!“, rief Reichmann unter dem Beifall des Publikums.