Theresianum: ein unverzichtbares Juwel in der fränkischen Schullandschaft

Von You Xie

Es war sicherlich kein Zufall, dass  Astrid Wirsing 2015 zu mir kam: „Herr Xie, wir brauchen Ihre Unterstützung!“ Im Gespräch ging es um die Schließung des Theresianums.  Astrid Wirsing ist eine Ehemalige des Theresianums  und studiert Informatik an der Universität Bamberg. Ich habe  Astrid Wirsing gesagt: „Konfuzius lehrte uns, jede Schließung einer Schule ist schmerzhaft.“ Im Kultursenat setzte ich mich ein für die Rettung des Theresianums.

Dann kamen auch noch viele Eltern mit Schülerinnen und Schülern zu mir. Ich war am Infostand am Maxplatz zu #rettetdastheres am 13. Juni 2015 und auch anwesend an der Feierstunde mit dem Karmelitenkonvent „eine Blume für Frater Alois“ am  21. Juni 2015. Es ist mir eine Ehre, dass ich in Bamberg etwas tun darf/kann. Für mich ist es sehr wichtig, das gehört zur Integration. So lerne ich mein Bamberg kennen und schätzen.

Das Theresianum ist gerettet: Die Würzburger Caritas-Schulen gGmbH übernimmt das Spätberufenengymnasium Theresianum der Karmeliten in Bamberg. Orden und Caritas trafen sich zur Vertragsunterzeichnung und stießen mit der Bayerischen Staatsministerin Melanie Huml auf eine erfolgreiche Zukunft an. Zum 1. Januar übernimmt die Würzburger Caritas die Schule.

Am 16. Oktober 1945 erlaubte der „Education & Religion Officer“ der amerikanischen Militärregierung die Wiedereröffnung des Seminars für Knaben im Karmelitenkloster in Bamberg.

Am 20. Oktober 1945 erhielt der damalige Erzbischof von Bamberg, Dr. Joseph Otto Kolb, die Mitteilung, die er mit einem handschriftlichen Vermerk und seinem Gruß und Glückwunsch an das Direktorat des Karmeliten-Seminars weiter gab.

Das Spätberufenenwerk Theresianum der Deutschen Karmelitenprovinz in Bamberg trägt seinen Namen nach der Hl. Theresia von Lisieux. Das Theresianum ist ein Gymnasium und Kolleg, das junge Menschen mit qualifiziertem Hauptschulabschluss oder mittlerem Bildungsabschluss oder abgeschlossener Berufsausbildung oder min. dreijähriger Berufstätigkeit über den zweiten Bildungsweg zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur) führt.

Generationen von „Spätberufenen“ haben in dem kirchlichen Kolleg und Gymnasium im Bamberger Berggebiet seit 1946 das Abitur gemacht.

Die Karmeliten gehören zu den so genannten Mendikantenorden (Bettelorden). Sie leben von dem, was sie durch ihre Arbeit verdienen und was ihnen durch Spenden gegeben wird. Entgegen weitläufiger Meinungen erhalten sie keine Kirchensteuermittel.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder und nicht den Standpunkt der CSU.